Die Stiftung für das IKRK präsentiert ihre „Ziele 2031" zur Unterstützung bahnbrechender humanitärer Innovationen

Genf – Die Stiftung für das IKRK kündigte heute die geplante Einrichtung eines Fonds an. Damit will sie in bahnbrechende Innovationsprojekte investieren und dem IKRK, der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung sowie der breiteren humanitären Gemeinschaft helfen, sich an die schnell sich wandelnde operative Realität anzupassen.
News release 14. September 2022 Schweiz

Die Stiftung wurde 1931 gegründet, um das IKRK bei der Erfüllung seines zentralen humanitären Auftrags in Kriegs- wie in Friedenszeiten zu unterstützen. 90 Jahre später hat sich das Umfeld, in dem die humanitären Akteure tätig sind, grundlegend verändert – durch die Entwicklung neuer Technologien, die veränderten Formen der Kriegführung und die sich stetig verschärfende Klimakrise. Vor diesem Hintergrund wurde die Stiftung wiederbelebt, um bahnbrechende Innovationen zu fördern, damit das IKRK und seine Partner aus der Bewegung bei ihrer Arbeit mehr Wirkung erzielen können.

„In den letzten 160 Jahren mussten wir uns bei unserer Arbeit ständig an neue Gegebenheiten im Feld anpassen. Mit den aktuellen Fortschritten in Wissenschaft und Technologie sowie der Vervielfachung der verschiedenen Krisen muss unser Ansatz im Hinblick auf Innovationen zielgerichteter werden. Es handelt sich hierbei nicht nur um eine Chance, sondern um eine Verantwortung. Darin liegt der Sinn und Zweck der Stiftung für das IKRK.“
Peter Maurer, Präsident des IKRK.

Die Stiftung nimmt damit eine neue Ausrichtung vor, die sich auf bahnbrechende Innovationen konzentriert, und stellt dafür gezielt Ressourcen und Finanzmittel in vier Schlüsselbereichen bereit: Entwicklung des humanitären Völkerrechts, Nutzung von Wissenschaft und Technologie für humanitäre Arbeit, Sondierung und Skalierung neuer Finanzierungsmodelle und schliesslich die Stärkung der ökologischen Nachhaltigkeit. Dabei geht es zum Beispiel um die Frage, wie neue Technologien wie Künstliche Intelligenz zugunsten humanitärer Akteure eingesetzt oder ob Kryptowährungen umfassende End-zu-End-Lösungen für betroffene Menschen bieten können. Die Stiftung bietet eine Art Labor, um neue Ansätze gemeinsam mit humanitären Expertinnen und Experten sowie prägenden Persönlichkeiten aus der Wirtschaft, der akademischen Welt und der Kunst zu ermitteln und zusammen zu gestalten.

Zur Erreichung dieser Ziele und im Einklang mit den Grundsätzen für die Mobilisierung von Ressourcen der Bewegung will die Stiftung für das IKRK ihre Kapazitäten ausbauen, um ein wichtiger Sponsor von bahnbrechenden Innovationen für das IKRK und die Partner der Bewegung insgesamt zu werden. Dank der grosszügigen Unterstützung ihrer Gründungspartner hat sie bereits mehr als 210 Millionen CHF an Spenden und Zusicherungen für ihr Innovationsprogramm erhalten, darunter von der Schweizerischen Eidgenossenschaft, der Hans-Wilsdorf-Stiftung, von Microsoft und seinem Präsidenten Brad Smith, der Vontobel-Stiftung sowie diversen anderen Partnern.

„Die Stiftung für das IKRK ist aus der Idee heraus entstanden, dass wir die Unterstützung verschiedener Akteure benötigen, um gemeinsam Lösungen für die immer komplexeren humanitären Herausforderungen zu entwickeln,“ erklärte Gilles Carbonnier, Vizepräsident des IKRK und Stiftungspräsident. Zu diesem Zweck ruft die Stiftung einen „Leadership Advisory Council“ ins Leben. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von Persönlichkeiten und Organisationen, die Know-how und Ressourcen beisteuern, um den Auftrag der Stiftung zu fördern und Innovationen zu beschleunigen. Den Vorsitz in diesem Rat übernimmt Thomas Buberl, CEO der AXA Group. Gleichzeitig lanciert die Stiftung eine Kunstinitiative, um neue Perspektiven auf humanitäre Herausforderungen und Innovationen zu eröffnen und die Welt der Kunst zur Unterstützung ihres Auftrags einzubinden.

„Ich bin begeistert von der anfänglichen Unterstützung unserer Gründungspartner und lade Entscheidungsträger ein, sich uns anzuschließen, damit wir Innovationen vorantreiben und unsere humanitäre Mission gemeinsam mit der gesamten Bewegung erfüllen können, um eine größere kollektive Wirkung zu erzielen,“ schloss Gilles Carbonnier. 

Weitere Informationen:

Fatima Sator in Genf (Englisch, Französisch), +41 79 848 49 08
fsator@icrc.org