Im Jahr 2025 haben Sie Menschen Hoffnung geschenkt, die sie am dringendsten brauchten.
Dank Ihrer Unterstützung konnten wir in mehr als 90 Ländern tätig sein, Leben auf allen Seiten bewaffneter Konflikte retten und die am stärksten gefährdeten Menschen schützen und unterstützen – oft an Orten, die für andere unzugänglich sind.
Wie Sie 2025 halfen
Menschen im Mittelpunkt unserer Arbeit
Mitten im Krieg unterstützen wir Menschen in Not mit Nahrungsmitteln, Unterkünften und medizinischer Versorgung, damit sie die Schrecken bewaffneter Konflikte überleben können. Doch unser Engagement endet nicht mit dem Schweigen der Waffen. Auch danach unterstützen wir Menschen, deren Leben durch den Konflikt für immer verändert wurde. Hier erzählen wir einige ihrer Geschichten.
Vom Schatten zurück ins Leben – Sujud findet neue Hoffnung
- Die neunjährige Sujud im Lager Al-Hol (Syrien) war nur noch ein Schatten ihrer selbst. Der Konflikt und die Vertreibung hatten sie traumatisiert; sie war in sich gekehrt, neigte zu heftigen Ausbrüchen und litt unter nächtlichen Angstzuständen. Ihre Mutter fühlte sich hilflos, als Sujud aufhörte, mit der Familie zu essen, und sich von allen zurückzog.
- Ihre Genesung begann im Al-Hol-Spital, wo das IKRK Psychologen des Syrisch-Arabischen Roten Halbmonds betreut und ausbildet. Dank regelmässiger Gespräche mit einer Psychologin des Roten Halbmonds begann Sujud, sich spürbar zu verändern. Ihre Angst liess nach, ihr emotionaler Zustand stabilisierte sich, und sie begann, wieder Kontakt zur Welt aufzunehmen.
- Heute zeigt sich diese Veränderung in jedem Bereich ihres Lebens: Sie isst mit ihrer Familie, spielt mit Freunden und hilft ihrer Mutter bei der Hausarbeit. «Ich kann kaum glauben, dass sie so anders geworden ist – von einem wütenden, verschlossenen Kind zu einem ruhigen, normalen Kind», sagt ihre Mutter.
Lubovs Geschichte
- Für die Rentnerin Lubov Mykhailivna, die in einem Konfliktgebiet in der Ukraine lebt, begann der Wiederaufbau mit einem Geschäftsplan. Soforthilfe war zwar unerlässlich, doch langfristig gewann sie ihre Selbstständigkeit zurück, indem sie wieder für sich selbst sorgen konnte.
- Im Rahmen eines der mikroökonomischen Programme des IKRK erwarb Lubov 50 Hühner und Ferkel. Die ersten Küken wurden bereits aufgezogen und verkauft, und so konnte sie den Erlös in ihren Kleinbetrieb reinvestieren.
- Das IKRK unterstützt Menschen wie Lubov dabei, einen Betrieb zu gründen oder wieder aufzubauen, damit sie ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten und ihre Existenzgrundlage wiederherstellen können.
Wo sauberes Wasser fliesst, kehrt auch Hoffnung zurück
Da die Infrastruktur durch den Konflikt zerstört war, standen Familien im Distrikt Mocímboa da Praia (Mosambik) vor einer schwierigen Entscheidung: entweder verschmutztes Wasser zu trinken oder einen siebenstündigen Fussmarsch auf sich zu nehmen, um sauberes Wasser zu finden.
Um eine zuverlässige Versorgung mit sauberem Wasser zu gewährleisten, installierte das IKRK sechs solarbetriebene Brunnen mit Handpumpen, die nun 9'000 Menschen an 14 Standorten mit Trinkwasser versorgen. Um ihre Nachhaltigkeit langfristig zu gewährleisten, haben wir lokale Wasserkomitees geschult, die diese Systeme selbstständig warten. Gemeinsam mit dem Mosambikanischen Roten Kreuz haben wir zudem 3'000 besonders gefährdete Familien mit wichtigen Haushaltsartikeln versorgt.
Unsere weltweite Wirkung
Gemeinsam sind wir Menschlichkeit in Aktion.
Die hier vorgestellten Geschichten von Überleben, Genesung und Neuanfang stehen stellvertretend für vieles von dem, was wir im Jahr 2025 gemeinsam erreicht haben. Diese Geschichten – und viele weitere – waren nur dank Unterstützerinnen und Unterstützern sowie Partnern wie Ihnen möglich.
Vielen Dank.