Erklärung

Naher Osten: IKRK-Präsidentin fordert Deeskalation und Schutz der Zivilbevölkerung

Nachfolgend eine Erklärung der IKRK-Präsidentin Mirjana Spoljaric:

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Die Zivilbevölkerung muss infolge der Militäreinsätze im Nahen Osten einen unerträglich hohen Preis zahlen. 

Die Todesfälle, Verletzungen und Zerstörungen in Saudi-Arabien in den letzten Tagen sind ein weiteres Beispiel für die verheerenden Folgen von Feindseligkeiten für die Zivilbevölkerung.

Im Jemen nimmt die Anzahl der Todesfälle und das Ausmass der Vertreibungen und Schäden an ziviler Infrastruktur unter anderem in Aden und Sanaa besorgniserregend schnell zu. Im gesamten Nahen Osten wurde die zivile Infrastruktur wiederholt getroffen, und es sind Menschen zu Tode gekommen.

Zivilpersonen und zivile Objekte müssen von Angriffen verschont werden. Konfliktparteien müssen jederzeit zwischen Zivilpersonen, zivilen Objekten und militärischen Zielen unterscheiden. Angriffe auf Häfen, Flughäfen und lebenswichtige Infrastruktur können schwerwiegende Folgen für die Bevölkerung haben, die auf sie angewiesen ist. 

Eine weitere Verschärfung der Feindseligkeiten hätte katastrophale Folgen für Dutzende Millionen Menschen. Es sind dringend Bemühungen erforderlich, um die Lage zu deeskalieren und die Zivilbevölkerung vor weiterem Leid zu schützen. 

Über das IKRK

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) setzt sich seit 1863 dafür ein, während Kriegen und bewaffneter Gewalt Leiden zu lindern und die Menschenwürde zu wahren. Gemeinsam mit seinen Rotkreuz- und Rothalbmondpartnern leistet es lebensrettende Hilfe über Frontlinien hinweg und ist bestrebt, Familien zu vereinen und Vermisste zu finden.

Im oft vertraulichen Dialog mit Behörden und Streitkräften auf allen Seiten tritt das IKRK für eine humane Behandlung von Gefangenen ein und dringt auf die Einhaltung des humanitären Völkerrechts, damit die Zivilbevölkerung geschützt wird – auch online.

Weitere Informationen:

Hachem Osseiran, IKRK Genf, Tel.: +41 22 748 96 74, hosseiran@icrc.org 
Pressebüro, IKRK Genf, Tel.: +41 22 730 34 43, press@icrc.org