Ein im US-Magazin The New Yorker veröffentlichter Artikel enthält unter anderem Auszüge aus einer vertraulichen Korrespondenz des IKRK. Laut Aussagen des Magazins wurde ihm das Schreiben von einem früheren US-amerikanischen Regierungsvertreter übermittelt.
Das IKRK arbeitet unter Wahrung der Vertraulichkeit, um die Einhaltung des humanitären Völkerrechts in Konflikten weltweit mit dem Ziel zu verbessern, Menschenleben zu retten und Leiden zu lindern.
Wir sind keine Organisation, die öffentliche Advocacy-Arbeit betreibt. Andere Organisationen nutzen den Druck der Öffentlichkeit, wir hingegen sprechen direkt mit den Konfliktparteien – staatlichen, aber auch nichtstaatlichen Parteien – und erinnern sie an ihre Pflichten zur Einhaltung des humanitären Völkerrechts. Unter gewissen Umständen führen wir auch vertrauliche Gespräche mit Staaten, die einen gewissen Einfluss auf Krieg führende Parteien haben, denn dies ist eine weitere Möglichkeit, auf besseren Schutz für die vom Konflikt betroffenen Menschen zu dringen.
Das IKRK ist in Israel, im Gazastreifen und im Westjordanland tätig. Wir sprechen mit Israel und der Hamas darüber, wie das Leiden gelindert werden kann. All unsere Bemühungen, sei es, um die Rückkehr israelischer Geiseln und palästinensischer Gefangener zu ermöglichen, lebensrettende Hilfe zu leisten oder eine bessere Einhaltung des humanitären Völkerrechts zu erreichen, erfordern einen anhaltenden Kontakt zu den Behörden. Die humanitären Bedürfnisse sind weiterhin enorm und wir setzen unsere Arbeit vor Ort fort.
Weitere Informationen:
Pressestelle, IKRK Genf, Tel.: +41 22 730 34 43, E-Mail: press@icrc.org