In den vergangenen 15 Wochen arbeitete das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) im Rahmen der ersten Phase des Abkommens mit Israel, der Hamas und den Vermittlern zusammen, um Geiseln, Häftlinge und die sterblichen Überreste zu ihren Familien zurückzubringen. Dadurch konnten Familien wieder zusammengeführt werden und Angehörige konnten um ihre Verstorbenen trauern. Diese Arbeit ist äusserst schwierig, zeigt aber, dass diese humanitären Schritte auf dem langen Weg zum Frieden unersetzbar sind.
Die internationale Gemeinschaft muss jetzt jede Gelegenheit zur Stärkung ihrer Bemühungen wahrnehmen, um das Leid in Gaza zu lindern. Dazu gehört die Lockerung der Beschränkungen in Bezug auf Material und Ausrüstung mit sogenannt doppeltem Verwendungszweck wie Wasserleitungen und Generatoren, die zur Wiederherstellung wichtiger Infrastruktur, auf die sich die Menschen verlassen, unerlässlich sind.
Viele Menschen in Gaza leben nach wie vor in Trümmern ohne grundlegende Dienstleistungen und kämpfen mit den rauen winterlichen Bedingungen. Tausende Familien wissen immer noch nicht, was mit ihren Liebsten geschehen ist. Spitäler, Heime, Schulen und Wassersysteme müssen wiederhergestellt und Blindgänger beseitigt werden.
Alle Staaten und Konfliktparteien tragen die Verantwortung dafür, dass die im humanitären Völkerrecht verankerten Abgrenzungen und der Schutz respektiert werden. Dies ist entscheidend, um Leben zu retten, die menschliche Würde wiederherzustellen und die Grundlagen für einen anhaltenden Frieden zu schaffen.
Über das IKRK
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) ist eine neutrale, unparteiische und unabhängige Organisation mit einem ausschliesslich humanitären Auftrag, der in den Genfer Abkommen von 1949 verankert ist. Es hilft Menschen auf der ganzen Welt, die von bewaffneten Konflikten und anderen Formen von Gewalt betroffen sind, und es bemüht sich nach Kräften, ihr Leben und ihre Würde zu schützen und ihre Leiden zu lindern. Dies geschieht häufig an der Seite seiner Rotkreuz- und Rothalbmondpartner.
Weitere Informationen:
IKRK Genf, Tel.: +41 22 730 34 43, E-Mail: press@icrc.org