Coronavirus: COVID-19 Pandemie

Für das Leben der Menschen in Konfliktgebieten ist die pandemische Ausbreitung des Coronavirus (COVID-19) eine schwerwiegende Bedrohung. In Ländern, in denen das Gesundheitswesen durch Krieg oder Konflitke massiv beeinträchtigt ist und gleichzeitig eine Vielzahl direkter Gefahren wie Schüsse, Explosionen und Bombenangriffe oder mangelnder medizinische Hilfe bei anderen Gesundheitsproblemen bestehen, kann es für die Bevölkerung schwierig sein, den Massnahmen im Zusammenhang mit COVID-19 Priorität einzuräumen.

COVID-19 Nothilfeappell: Spenden Sie heute

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) unterstützt die umfassenden Bemühungen von Regierungen, der internationalen Gemeinschaft und humanitären Organisationen bei der Bekämpfung der Ausbreitung von COVID-19. Unsere Anstrengungen konzentrieren sich darauf, das öffentliche Gesundheitswesen in von bewaffneten Konflikten und Gewalt betroffenen Regionen zu unterstützen und unsere Hilfsleistungen weiter auszubauen.

Dies bedeutet unter anderem, dass die Vorräte an grundlegender medizinischer Ausrüstung aufgestockt und Notfallpläne sowie Massnahmen zur Infektionsprävention und -bekämpfung in den Spitälern, die stark von der Unterstützung des IKRK abhängig sind, entwickelt oder erweitert werden.

Weltweit haben IKRK-Delegationen ihre Pläne umgestellt, um die bevorstehenden Herausforderungen bewältigen zu können. Bestehende Programme werden angepasst, um die sich durch das Coronavirus verändernden Bedürfnisse zu berücksichtigen. Neue Programme werden entwickelt, um direkt gegen COVID-19 vorzugehen.

 

COVID-19: Im Rahmen unserer Massnahmen im Asien-Pazifik-Raum wurden Vorräte an Reinigungsmaterial wie Seife und Chlor verteilt.

Neben der Unterstützung geschwächter Gesundheitssysteme, die durch die Coronavirus-Pandemie potenziell gefährdet sind, arbeiten wir ausserdem eng mit den Behörden zusammen, um festzustellen, welche Art von Massnahmen sie gegen die Ausbreitung des Coronavirus in Haftanstalten treffen, und um ihnen zu empfehlen, in der staatlichen Planung zum Coronavirus auch Inhaftierte zu berücksichtigen.

In überfüllten Haftanstalten mit mangelnder Hygiene oder ungenügender Belüftung stellt die Prävention und Eindämmung von Infektionskrankheiten einschliesslich COVID-19 ein zusätzliches Problem dar.

Das IKRK arbeitet mit den zuständigen Behörden in vielen Haftanstalten weltweit zusammen, um Standardverfahren wie die medizinische Untersuchung von Neuzugängen und die Einführung von Präventionsmassnahmen wie z.B. Handwaschstationen für Gefangene, Besucher, Wachen und Lieferpersonal zu verstärken.

„Haftanstalten in Konfliktgebieten stellen eine grosse Herausforderung für Behörden dar, die für die Prävention und Eindämmung von COVID-19 zuständig sind." 
— Esperanza Martinez, IKRK-Leiterin Globale Gesundheit.

Wie Inhaftierte sind auch Menschen, die durch Konflikte vertrieben wurden, oft besonders anfällig für gesundheitliche Komplikationen durch Infektionskrankheiten wie COVID-19. Viele der provisorischen Behausungen oder Lager sind überfüllt und verfügen häufig nicht über ausreichende sanitäre Einrichtungen und Unterkünfte, medizinische Versorgung und gesunde Ernährung. Das IKRK intensiviert auch hier seine Massnahmen um sicherzustellen, dass die betroffenen Menschen im Falle eines Ausbruchs die notwendigen Informationen und medizinische Versorgung erhalten.

Weltweit leistet das IKRK zudem Informations- und Aufklärungsarbeit: Beim Ausbruch von Krankheiten und insbesondere im Fall des Coronavirus COVID-19 helfen Fakten – nicht Angst – den Menschen, sich selbst und ihre Angehörigen zu schützen. Gemeinsam klären Rotes Kreuz und Roter Halbmond die Öffentlichkeit über das Coronavirus auf, tauschen Informationen zur Prävention aus, um Desinformation zu verhindern und Gerüchte zu unterbinden, und sie ermutigen die Bevölkerung, zu ihrer eigenen Sicherheit räumliche Distanz zu wahren.

Aktuelle Informationen zu unserer Arbeit im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie erhalten Sie in unserem Newsletter.

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