Kenia: Eine Reise zwischen Angst und Hoffnung

Shamsa benutzt 'Trace the Face', um zu versuchen, ihren Sohn zu finden, der sich entschieden hat, die riskante Reise nach Europa zu unternehmen.

30. August 2018

Jedes Jahr verschwinden Tausende von Migranten auf dem Weg nach Europa. Familien werden getrennt, geliebte Menschen landen in verschiedenen Teilen der Welt, ohne zu wissen, wo ihre Verwandten sind und ob sie sicher sind.

Um Familien bei der Suche nach vermissten Angehörigen zu unterstützen, haben mehrere nationale Rotkreuzgesellschaften und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) 2013 ein Online-Tool namens "Trace the Face" ins Leben gerufen. Diese Website ermöglicht es Menschen, die von ihrer Familie getrennt sind, Fotos von denen zu sehen, die nach ihren Lieben suchen. Sie können auch ein Bild von sich selbst über die Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften veröffentlichen, um für ihre Suche zu werben. Allein in diesem Jahr wurde jede Woche mindestens eine Familie nach dem Start ihrer Suche auf dieser Website erfolgreich wieder mit ihren Lieben vereint.

Dies ist die Geschichte von Shamsa, einer somalischen Geflüchteten, die seit 10 Jahren mit ihrer Familie im Flüchtlingslager Kakuma in Kenia lebt. Im Jahr 2016 beschloss ihr Bruder, das Lager zu verlassen, um in Europa grünere Weiden zu bewirtschaften, unsicher darüber, was auf seiner Reise vor ihm liegt. Seine Motivation war es, einen angemessenen Lebensunterhalt zu verdienen, der es ihm ermöglichen würde, sich zu Hause um seine Familie zu kümmern.

Leider erhielt sie einen Anruf von einer anonymen Quelle, in dem ihr mitgeteilt wurde, dass er es nicht geschafft hat. Dass er auf dem Weg nach Libyen einen tragischen Tod erlitten hat. Trotz allem, was mit seinem Onkel geschah, entschied sich Shamsas Sohn auch, die riskante Reise nach Europa anzutreten, indem er gegen die Bitte seiner Mutter, nicht zu gehen, verstieß. Das letzte Mal, als Shamsa von ihm hörte, war im März 2018, als er sie aus dem Sudan anrief und sagte, er sei auf dem Weg nach Libyen in der Hoffnung, das Mittelmeer zu überqueren und nach Europa zu gelangen.

Shamsa ist jetzt beim kenianischen Roten Kreuz auf ''Trace the Face'' registriert und lebt in der Hoffnung, dass ihr Sohn es nach Europa geschafft hat und dass er sie kontaktieren wird, damit sie wieder eine Familie werden können.

Für weitere Informationen besuchen Sie: www.tracetheface.org

Kenya Red Cross Tracing:
Dadaab +254715820206
Kakuma +254715820212
Nairobi +254715820219