Seine Majestät König Abdullah II. und die IKRK-Präsidentin besprachen überdies die Organisation der Hochrangigen Konferenz über Menschlichkeit im Krieg, die noch dieses Jahr in Jordanien stattfinden wird. Co-Gastgeber der Veranstaltung sind Brasilien, China, Frankreich, Kasachstan und Südafrika. Die Konferenz ist Teil der Globalen Initiative, um dem politischen Engagement für das humanitäre Völkerrecht (HVR) neuen Schwung zu verleihen.
„In einer Epoche zunehmender bewaffneter Konflikte und immer weniger Zurückhaltung spielt Jordanien eine kritische und unverzichtbare Rolle bei der Verteidigung des humanitären Völkerrechts“, erklärte Mirjana Spoljaric. „Ich hoffe, dass die Führungsverantwortlichen dieser Welt die Einladung Seiner Majestät annehmen und sich gemeinsam zu den Grundregeln bekennen werden, die die Menschlichkeit im Krieg wahren.“
Die im September 2024 lancierte Globale HVR-Initiative ist eine aussergewöhnliche, von Staaten ausgehende Anstrengung, um eine bessere Einhaltung des humanitären Völkerrechts zu erreichen. Bisher haben sich mehr als 100 Staaten offiziell der Globalen HVR-Initiative angeschlossen. 27 Staaten leiten gemeinsam sieben thematische Arbeitsgruppen, um praktische Empfehlungen dazu auszuarbeiten, wie die Herausforderungen zeitgenössischer Kriegsführung gemeistert werden können.
In Amman traf sich Mirjana Spoljaric ausserdem mit dem Stellvertretenden Premierminister Jordaniens und Minister für Auswärtige Angelegenheiten und Auslandsjordanier, Seine Exzellenz Ayman Safadi, sowie mit dem Vorsitzenden des Oberkommandos der Streitkräfte, Generalmajor Yousef Huneiti, und mit dem Präsidenten der Jordanischen Rothalbmondgesellschaft, Dr. Mohammad al-Hadid.
„Die Welt erträgt keinen grenzenlosen Krieg – weder zahlenmässig noch von der Kriegsführung her“, erklärte die IKRK-Präsidentin. „Heute und morgen hängen Millionen Menschenleben davon ab, ob es den weltweiten Führungsverantwortlichen gelingt, sich ihrer gemeinsamen Verantwortung, Gräueltaten zu verhindern und die Menschlichkeit in Kriegszeiten zu schützen, zu stellen.“
Das IKRK arbeitet seit 1967 in Jordanien und ist im gesamten Nahen Osten im Einsatz, um den von Krieg betroffenen Menschen zu helfen.
Über das IKRK
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) ist eine neutrale, unparteiische und unabhängige Organisation mit einem ausschliesslich humanitären Auftrag, der in den Genfer Abkommen von 1949 verankert ist. Es hilft Menschen auf der ganzen Welt, die von bewaffneten Konflikten und anderen Formen von Gewalt betroffen sind, und es bemüht sich nach Kräften, ihr Leben und ihre Würde zu schützen und ihre Leiden zu lindern. Dies geschieht häufig an der Seite seiner Rotkreuz- und Rothalbmondpartner.
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