„Die sechswöchigen Feindseligkeiten haben den Iran und den Nahen Osten in ein Muster der Kriegsführung hineingezogen, das sich für die Zivilbevölkerung und die für sie überlebenswichtige Infrastruktur als verheerend erwiesen hat. Jegliche Wiederaufnahme eines Konflikts dieser Intensität und dieses Ausmasses wäre für Millionen Menschen katastrophal“, so Mirjana Spoljaric.
Bei ihrem Besuch in Teheran traf die IKRK-Präsidentin den Aussenminister der Islamischen Republik Iran, Seyed Abbas Araghchi, den stellvertretenden Aussenminister für rechtliche und internationale Angelegenheiten, Kazem Gharibabadi, den stellvertretenden Aussenminister und Präsident des Instituts für politische und internationale Studien, Saeed Khatibzadeh, den Präsidenten der Iranischen Rothalbmondgesellschaft, Pir Hossein Kolivand, und den Leiter des Such- und Bergungskomitees des Generalstabschefs Brigadegeneral Seyed Mohammad Bagherzadeh.
„Dank der Waffenruhe kann die humanitäre Hilfe verstärkt werden. Wir hoffen, dass sie Gelegenheit bieten wird, um auf die Bedürfnisse von Millionen Menschen in der ganzen Region einzugehen, die unter den Feindseligkeiten leiden“, so Mirjana Spoljaric.
In den vergangenen Wochen entsandte das IKRK zusätzliche Mitarbeitende in den Iran und lieferte Hilfs- und medizinische Güter, um notleidenden Zivilpersonen zu helfen. Weitere Lieferungen sind geplant.
„Der humanitäre Preis für eine Region im Krieg ist für die Welt nicht tragbar. Millionen von Menschenleben sind abhängig vom politischen Willen, das humanitäre Völkerrecht zu achten und den Schutz von Zivilpersonen sicherzustellen“, ergänzte Mirjana Spoljaric.
„Eine dauerhafte Waffenruhe und eine politische Lösung müssen mit der Wahrung der Menschlichkeit im Krieg und einem kollektiven Engagement zur Deeskalation beginnen.“
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Über das IKRK
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) ist eine neutrale, unparteiische und unabhängige Organisation mit einem ausschliesslich humanitären Auftrag, der in den Genfer Abkommen von 1949 verankert ist. Es hilft Menschen auf der ganzen Welt, die von bewaffneten Konflikten und anderen Formen von Gewalt betroffen sind, und es bemüht sich nach Kräften, ihr Leben und ihre Würde zu schützen und ihre Leiden zu lindern. Dies geschieht häufig an der Seite seiner Rotkreuz- und Rothalbmondpartner.
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