Wasser für 22 000 Menschen in Westuganda
Das Projekt Busunga-Sindila für die Verbesserung der Wasserversorgung wurde im November 2025 im Distrikt Bundibugyo im Westen Ugandas lanciert. Es hilft rund 22 000 Begünstigten, darunter Flüchtlingen und Aufnahmegemeinschaften.
Kizza John, Ingenieur bei Umbrella Water and Sanitation, führt durch das Rwenzori-Gebirge bis zur Wasserquelle, wo er erklärt, wie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), die Ugandische Rotkreuzgesellschaft und das Ugandische Ministerium für Wasser und Umwelt das Projekt gemeinsam entwickelt haben.
Jeden Tag überqueren tausende Menschen eine Brücke über den Fluss Lamia zwischen dem Nordosten der Demokratischen Republik Kongo und Uganda , um Geschäfte zu machen, Angehörige zu besuchen oder sich vor einem bewaffneten Konflikt in Sicherheit zu bringen. Mit dem neuen Wasserversorgungssystem Busunga-Sindila in Bundibugyo, Uganda, haben sowohl die lokalen Gemeinschaften als auch die Flüchtlinge und die Migrantinnen und Migranten Zugang zu sauberem Trinkwasser an klar identifizierten Stellen entlang des Versorgungsnetzes.
In Uganda halten sich laut Zahlen des Büros der Premierministerin fast zwei Millionen Flüchtlinge und mehr als 40 000 Asylsuchende aus über 34 Ländern auf. Das Distrikt Bundibugyo im Westen des Landes nimmt seit vielen Jahren immer wieder Menschen auf, die vor Gewalt geflohen sind, insbesondere aus dem benachbarten Kongo.
Auf dem Weg zur Wasserquelle des Wasserversorgungsprojekts Busunga-Sindila erblickt man von einer nahe gelegenen Schule aus die Grenze zur Demokratischen Republik Kongo.
Vor der Installation der Wasserversorgung musste Katusiime Rose, eine Bewohnerin aus dem Distrikt Bundibugyo in Uganda, weite Wege zu Fuss zurücklegen, um Wasser aus dem Fluss Lamia zu schöpfen. Das Wasser wurde auch von Tieren genutzt.
„Bevor wir Leitungswasser hatten, schöpften wir Wasser aus einem verschmutzten Fluss. Deshalb hatten wir oft Bauchschmerzen und Durchfall.“
Katusiime Rose, ugandische Mutter und Einwohnerin des Distrikts Bundibugyo. Sie baut Kakao in ihrem Garten in der Nähe einer Trinkwasserversorgungsstelle an.
Für das IKRK ist der nachhaltige Zugang zu Trinkwasser im Rahmen dieses Projekts ein entscheidender Schritt, um Krankheiten vorzubeugen und die Belastung der eingeschränkten Dienstleistungsversorgung zu reduzieren. „Unser Ziel ist es, die Flüchtlinge und die Aufnahmegemeinschaften vor Krankheiten und Not zu schützen, indem wir den Zugang zu sauberem, sicherem Wasser und allgemein die Gesundheit und die Hygiene sowie die Lebensqualität für alle verbessern“, erklärt Kedir Awol Omar, Leiter der IKRK-Regionaldelegation in Kampala.
In der ersten Projektphase ermöglichte das Wasserversorgungssystem Busunga-Sindila den Zugang zu sauberem Trinkwasser für rund 22 000 Personen in den Dörfern und Flüchtlingslagern. Nach Abschluss der dritten Phase soll die Versorgung rund 60 000 Personen zugutekommen.
Das Projekt für die Sanierung der Wasserversorgung, die den Zugang zu Trinkwasser für rund 22 000 Personen im Distrikt Bundibugyo im Westen Ugandas ermöglicht, befindet sich im Rwenzori-Gebirge.
Das IKRK, das Ugandische Rote Kreuz und das Ministerium für Wasser und Umwelt haben in einem Gebiet, in dem die grundlegenden Dienste arg strapaziert sind, mit fachlicher Unterstützung durch Umbrella Water and Sanitation ein System unter Nutzung des Schwerkraftprinzips eingerichtet.
Die Einweihungszeremonie für das Projekt zur Verbesserung der Wasserversorgung Busunga–Sindila fand im Distrikt Bundibugyo statt.
Der Einsatz baut auf der langjährigen Präsenz des IKRK in Bundibugyo auf. Ende der 1990er-Jahre unterstützte die Organisation bereits die lokalen Behörden und das Ugandische Rote Kreuz bei der Verbesserung der Wasser- und Abwasserversorgung in Flüchtlingslagern und sanierte das Abwassersystem eines örtlichen Spitals. Mehr als 25 Jahre später zeugt die Rückkehr in das Distrikt von einem Vertrauensverhältnis, das auf der gemeinsamen Menschlichkeit aufbaut.
Das IKRK und die Ugandische Rotkreuzgesellschaft sind seit mehr als 25 Jahren in Bundibugyo tätig und helfen bei der Verbesserung der Wasser- und Abwasserversorgung.