Das Jahr 2025 war geprägt von den Folgen von mehr als 130 bewaffneten Konflikten auf das Leben von Menschen auf der ganzen Welt. Lang anhaltende Konflikte und neue Notsituationen haben dazu geführt, dass noch mehr Menschen verletzt wurden oder gestorben sind oder in einem erheblichen Ausmass vertrieben wurden. Familien wurden voneinander getrennt und Angehörige sind verschwunden. Menschen hatten kaum Zugang zu Nahrungsmitteln, Wasser, Gesundheitsversorgung und anderen grundlegenden Gütern.
Die Wahrung des humanitären Völkerrechts (HVR) wurde zunehmend ausgehöhlt: eine selektive Auslegung oder sogar vollumfängliche Missachtung der Regeln forderte einen verheerenden menschlichen Tribut. Darüber hinaus stiegen die Risiken im Zusammenhang mit dem Einsatz neuer Technologien in der Kriegsführung, einschliesslich der Nutzung künstlicher Intelligenz. Gleichzeitig gingen die Finanzmittel für den gesamten humanitären Sektor deutlich und nachhaltig zurück.
In diesem schwierigen Umfeld haben wir uns weiterhin unerschütterlich darum bemüht, unser Mandat zu erfüllen. Der Schutz von Menschen, die von Konflikten und anderen Situationen von Gewalt betroffen sind, blieb bei unserer Arbeit von zentraler Bedeutung, während wir auf immer umfassendere, komplexere Notsituationen reagiert haben. Wir haben weiterhin zur Förderung des HVR beigetragen, indem wir darauf hingearbeitet haben, die Wahrung der Regeln wiederherzustellen und sicherzustellen, dass die Genfer Abkommen ein Rettungsanker für all diejenigen bleiben, die besonders akut von Konflikten betroffen sind.