Zentralafrikanische Republik: Béatrice, eine Frau in einer Männerdomäne

08. März 2019

Ich arbeite seit fünf Jahren beim IKRK.

Damals habe ich mich für die Stelle im Ersatzteillager beworben. Wir waren zu acht – sechs Männer und zwei Frauen – und ich habe die Stelle bekommen. Ich hatte nicht besonders viel Erfahrung mit Ersatzteilen, aber heute kann ich mit Stolz sagen, dass ich alle Teile der Werkstatt kenne.

Ich bin die Lagerverwalterin und die einzige Frau in der Werkstatt. Ich arbeite mit den Mechanikern und den Fahrern zusammen. Zu meinen täglichen Aufgaben gehören Bestellungen, die Verwaltung der Eingänge von Fahrzeugersatzteilen und anderem elektronischen Material, die Lagerausgänge und das Betanken der Fahrzeuge.

Manche Aufgaben klappen nicht immer ganz reibungslos, aber ich bin ziemlich durchsetzungsfähig, kann gut mit anderen zusammenarbeiten und habe eine schnelle Auffassungsgabe. Das hilft mir, die Aufgaben zu bewältigen. Das grösste Problem besteht darin, dass ich den Ersatzteilkatalog noch nicht ganz beherrsche. Manchmal zieht mich das runter, aber ich gebe nicht auf und stelle mich dieser Herausforderung.

Ich liebe meine Arbeit und bin sehr stolz darauf.

Manchmal ist es nicht leicht, vor allem, wenn die Fahrzeuge dringend los müssen, aber ich schaffe es immer, alles zu erledigen. Ich motiviere andere Frauen, die glauben, dass dieser Beruf eine Männerdomäne ist. Sie sollen sich nicht davon abhalten lassen, weil eine Frau alles schaffen kann, wenn sie es nur will.

In der Werkstatt bin ich die einzige Frau, aber das macht mir nichts aus und ich finde, dass ich den Männern sogar ebenbürtig bin. Was mich besonders motiviert ist die Tatsache, dass ich einen Beruf ausübe, von dem man sagt, dass er Männern vorbehalten ist. Ich bin stark genug, diese Arbeit weiterzumachen, und ich will noch mehr erreichen.