Medienmitteilung

Südafrika: Besuch der IKRK-Präsidentin in Pretoria im Rahmen der globalen Bemühungen um politisches Engagement für das humanitäre Völkerrecht

Pretoria (IKRK) – Die Präsidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Mirjana Spoljaric, traf sich am Donnerstag mit dem Südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa, um zu besprechen, was zu unternehmen ist, um die Einhaltung der Regeln im Krieg zu einer politischen Priorität zu machen, während die Zahl der bewaffneten Konflikte weltweit weiter ansteigt. 

ICRC-Mirjana-Spoljaric-and-South-Africa-president-Sept-2026
Government of South Africa

Am Treffen nahm auch der Südafrikanische Aussenminister Ronald Lamola teil. 

„Heute sehen wir die schrecklichen humanitären Konsequenzen der Überdehnung, Verletzung oder kompletten Missachtung der Regeln im Krieg“, so Mirjana Spoljaric. „Als einer der sechs Gründerstaaten der globalen Initiative zum HVR spielt Südafrika eine wichtige Rolle bei der Wiederbelebung des Respekts für diese lebensrettenden Regeln weltweit. Angesichts der Tatsache, dass über ein Drittel der bewaffneten Konflikte in Afrika ausgetragen wird, hoffe ich, dass sich mehr afrikanische Länder dieser aussergewöhnlichen Initiative anschliessen werden, bei der es darum geht, Staaten im Hinblick auf das gemeinsame Engagement für die Wahrung der Menschlichkeit im Krieg zu vereinen.“

Im September 2024 lancierte Südafrika gemeinsam mit Brasilien, China, Frankreich, Jordanien, Kasachstan und dem IKRK eine globale Initiative zur Förderung des politischen Engagements für das humanitäre Völkerrecht. Bisher haben sich 118 Staaten, darunter 27 afrikanische Länder, offiziell der Initiative angeschlossen.

Diese Bemühungen werden ihren Höhepunkt in einem hochrangigen Treffen finden, das von seiner Majestät König Abdullah II ibn Al Hussein am 7. Dezember in Jordanien ausgerichtet wird, und bei dem die Staaten ihr Engagement für die Einhaltung der Regeln im Krieg bekräftigen werden.

Während ihres Aufenthalts in Pretoria unterhielt sich Mirjana Spoljaric auch mit dem Präsidenten der Südafrikanischen Rotkreuzgesellschaft, Rechtsanwalt Mothibedi Panyane, über deren humanitäre Arbeit.

Das IKRK ist seit 1963 in Südafrika tätig, in erster Linie mit Gefängnisbesuchen, einschliesslich beim ehemaligen Präsidenten Nelson Mandela auf Robben Island. Heute arbeitet das IKRK mit der Südafrikanischen Regierung, der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC) und Partnern in der ganzen Region zusammen, um humanitäre Herausforderungen zu bewältigen und die Einhaltung des Kriegsvölkerrechts zu fördern. 

Über das IKRK

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) setzt sich seit 1863 dafür ein, während Kriegen und bewaffneter Gewalt Leiden zu lindern und die Menschenwürde zu wahren. Gemeinsam mit seinen Rotkreuz- und Rothalbmondpartnern leistet es lebensrettende Hilfe über Frontlinien hinweg und ist bestrebt, Familien zu vereinen und Vermisste zu finden.

Im oft vertraulichen Dialog mit Behörden und Streitkräften auf allen Seiten tritt das IKRK für eine humane Behandlung von Gefangenen ein und dringt auf die Einhaltung des humanitären Völkerrechts, damit die Zivilbevölkerung geschützt wird – auch online. 

Weitere Informationen:

Phumzile Mlangeni, IKRK Pretoria, +27 79 650 6387, pmlangeni@icrc.org 

Eleonore Asomani, IKRK Dakar, +221 781 864 687, easomani@icrc.org