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Welttag der humanitären Hilfe: Gesundheitsversorgung ist kein Privileg, sondern ein Grundrecht

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Teil des neuen Wandgemäldes des Schweizer Künstlerduos NEVERCREW vor dem Universitätsspital Genf (HUG).

Am 19. August enthüllte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) zusammen mit Ärzte ohne Grenzen (Médecins sans Frontières, MSF), der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dem Kanton Genf und den Universitätsspital Genf (HUG) ein Wandbild des Schweizer Künstlerduos NEVERCREW im Parc des Chaumettes unmittelbar vor dem Universitätsspital. 

Das Kunstwerk zeigt die verheerenden Folgen von Angriffen auf Gesundheitspersonal, Patientinnen und Patienten sowie Einrichtungen in Konfliktzonen und erinnert an die gemeinsame Verantwortung zur Einhaltung der Grundsätze des humanitären Völkerrechts (HVR). Diese Initiative zielt darauf ab, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren, das Bewusstsein für die dringende Notwendigkeit des Schutzes der Gesundheitsversorgung zu schärfen, Staaten und alle Konfliktparteien an ihre Verantwortung zu erinnern und die Rolle Genfs als Ort des humanitären Handelns zu unterstreichen. 

Yasmine Praz, Leiterin Einsätze des IKRK, sagte bei der Veranstaltung:
„Gesundheitsversorgung ist kein Privileg, sondern ein Grundrecht. Sie muss überall und ausnahmslos geschützt werden. Die Regeln sind eindeutig. Spitäler, Patienten, Pflegekräfte und medizinische Transporte geniessen unter dem humanitären Völkerrecht besonderen Schutz. Diese Regeln sind nicht verhandelbar. Es sind Verpflichtungen.“

Die diesjährige Gedenkfeier markiert auch den 10. Jahrestag der Resolution 2286 des UN-Sicherheitsrates, in der Angriffe auf die Gesundheitsversorgung in bewaffneten Konflikten verurteilt und die Verpflichtungen der Staaten im Rahmen des HVR bekräftigt wurden. 

Doch zehn Jahre später wird der humanitäre Sektor weiterhin Zeuge der tragischen Konsequenzen entsprechender Verstösse: zerstörte Spitäler, gefährdetes medizinisches Personal, fehlende, lebensrettende medizinische Versorgung für Millionen Menschen sowie getötete humanitäre Helferinnen und Helfer. 

2025 kamen 32 Freiwillige und Mitarbeitende des Roten Kreuzes und des Roten Halbmonds ums Leben, weitere 12 wurden in der ersten Jahreshälfte 2026 im Rahmen von gewalttätigen Vorfällen getötet, während sie ihre Arbeit ausübten. Jeder Verlust bedeutet viel mehr als den Verlust eines einzelnen Menschenlebens: Er raubt ganzen Gemeinschaften die medizinische Versorgung, jeden Schutz und jegliche Hoffnung. Das IKRK, MSF, die WHO und ihre Partner fordern die Staaten und alle Konfliktparteien auf, ihre Verpflichtungen in konkrete Massnahmen umzumünzen. Der Schutz der Gesundheitsversorgung erfordert mehr als Worte. Er erfordert die Übernahme von Verantwortung und entschlossene Massnahmen, mit denen sichergestellt wird, dass medizinische Versorgung sicher und zugänglich bleibt.

An diesem Welttag der humanitären Hilfe würdigen wir den Mut und das Engagement derjenigen, die ihr Leben riskieren, um andere zu retten. Ihre Arbeit ist von wesentlicher Bedeutung. Sie zu schützen, ist eine Verantwortung, die wir alle tragen.

Standing in front of the new mural by Swiss artist duo NEVERCREW, located in front of Geneva University Hospitals (HUG): (R-L) Robert Mardini, Director-General of HUG; Micaela Serafini, President of MSF Switzerland; Yasmine Praz, Director of Operations, ICRC; Altaf Musani, Director, Humanitarian and Disaster Management, WHO; Beatrice Ferrari, Director of International Affairs for the Canton of Geneva
Vor dem neuen Wandgemälde des Schweizer Künstlerduos NEVERCREW vor dem Universitätsspital Genf (HUG): (v. r. n. l.) Robert Mardini, Generaldirektor der HUG; Micaela Serafini, Präsidentin von MSF Schweiz; Yasmine Praz, Direktorin für Operationen beim IKRK; Altaf Musani, Direktor für humanitäres und Katastrophenmanagement bei der WHO; Beatrice Ferrari, Direktorin für internationale Angelegenheiten des Kantons Genf.
Vor dem neuen Wandgemälde des Schweizer Künstlerduos NEVERCREW vor dem Universitätsspital Genf (HUG): (v. r. n. l.) Robert Mardini, Generaldirektor der HUG; Micaela Serafini, Präsidentin von MSF Schweiz; Yasmine Praz, Direktorin für Operationen beim IKRK; Altaf Musani, Direktor für humanitäres und Katastrophenmanagement bei der WHO; Beatrice Ferrari, Direktorin für internationale Angelegenheiten des Kantons Genf.