IKRK Finanzierungslücke gefährdet Millionen Menschen in Konfliktgebieten

IKRK Finanzierungslücke gefährdet Millionen Menschen in Konfliktgebieten

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News release 27. Mai 2019

Genf (IKRK) – Es besteht die Gefahr, dass mehr als 500 000 Menschen in Konfliktgebieten keine Nahrungsmittelhilfe und mehr als drei Millionen kein sauberes Wasser mehr erhalten – wenn die 225 Millionen Schweizer Franken nicht aufgebracht werden können, die im Budget 2019 des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz noch fehlen.

Das IKRK appelliert an seine Unterstützer, diese erhebliche Finanzierungslücke zu schliessen, damit seine Delegationen in mehr als 80 Ländern Millionen Menschen, die von Konflikten und anderen Formen von Gewalt betroffen sind, auch weiterhin unterstützen und schützen können.

„Diese Finanzierungslücke ist besorgniserregend und beispiellos. Alles, was unsere Unterstützer geben können, seien es jeweils nur 20 Franken, wird immens helfen. Millionen sind abhängig von dem Trinkwasser, den Lebensmitteln und der medizinischen Hilfe, die wir zum Beispiel in Syrien, der Ukraine und der Demokratischen Republik Kongo bereitstellen", sagte Dominik Stillhart, Direktor für internationale Einsätze beim IKRK. „Einige der Konflikte, in denen wir tätig sind, kommen häufig in die Schlagzeilen, andere hingegen nicht. Wir bitten um Unterstützung, um sicherzustellen, dass diese Menschen nicht vergessen gehen."

Das operative Budget 2019 des IKRK beläuft sich auf nahezu 1,9 Milliarden Franken. 93,5 Prozent dieser Summe werden direkt für die Arbeit im Feld verwendet.

„Ohne zusätzliche Mittel besteht die Gefahr, dass etwa 40 medizinische Einrichtungen, die vom IKRK getragen oder mitfinanziert werden, teilweise oder ganz geschlossen werden müssen und das wäre höchst gefährlich für die Patienten. Wir müssen alles versuchen um diesen Fehlbetrag auszugleichen", sagte Stillhart.

Das IKRK, eine der grössten und ältesten humanitären Organisationen der Welt, bemüht sich, Verstösse gegen das Kriegsvölkerrecht zu verhüten und Zivilpersonen vor den schlimmsten Folgen von Konflikten zu schützen. Dank seiner einzigartigen Beziehungen zu allen Konfliktbeteiligten hat das IKRK Zugang zu Orten, an die niemand sonst gelangt und kann daher den schutzbedürftigsten Menschen helfen.

Weitere Auskünfte erteilt:

Christoph Hanger – IKRK Genf - +41 79 574 06 36 – changer@icrc.org

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