Karabach – Einen Monat später vor Ort mit dem IKRK

Am 19. September eskalierten die Kampfhandlungen in der Region, aber die IKRK-Teams setzten ihre Arbeit fort, um auf die Bedürfnisse der Menschen zu reagieren.

  • Auf der Suche nach Lebenszeichen und nach Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, arbeiten die Rettungsteams unermüdlich in den Städten und Bergdörfern. Einige wenige Menschen sind in ihren Häusern geblieben – entweder freiwillig oder weil sie allein nicht in der Lage waren, wegzugehen. Manche erhalten eine medizinische Versorgung sowie Nahrungsmittel und Wasser. Andere benötigen Unterstützung bei der Kontaktaufnahme mit Angehörigen oder einem sicheren Transport weg aus der Region
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  • Kamo Hayrapetyan lebt derzeit in einem verwaisten Einkaufszentrum und wird vom IKRK unterstützt. „Sie besuchen uns und schauen nach, wie es uns geht; sie haben sogar humanitäre Hilfe in Kartons mitgebracht. Es gibt darin viele verschiedene Dinge, so auch Brot und Butter. Sie helfen nach allen Kräften.“
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  • Die Strassen sind geradezu verwaist. In den Wohnvierteln sind Hunde auf der Suche nach etwas zu fressen.
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  • IKRK-Personal verteilt Brot und andere grundlegende Artikel an Menschen, die am 29. September in der Stadt auf einen Bus warten. Viele Tausende Menschen haben innert weniger Tage ihr Zuhause verlassen.
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  • Das Licht ist zwar eingeschaltet, aber es ist niemand zu Hause: Als die Menschen ihre Häuser verlassen haben, wurde der Strom in vielen Wohnvierteln abgeschaltet. Dann wurde die Stromversorgung wiederhergestellt und es kehrte Licht in die leeren Wohnungen zurück.
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  • Das IKRK-Personal beim Besuch einer kleinen lokalen Unterkunft, in der anfälligen Menschen, die in der Stadt geblieben sind, ein Bett, Mahlzeiten und andere Unterstützung bereitgestellt wird.
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  • Planung der nächsten Phase eines Besuchs in einer abgelegenen Gemeinde, immer unter Berücksichtigung der möglichen Gefahren durch Minen und Blindgänger.
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  • Besuche in abgelegenen Gemeinden können mehrere Stunden dauern. „Der Winter steht vor der Tür“, so Chris Poole, ein IKRK-Experte für die Verseuchung durch Waffen. „Zeit ist kritisch. Wir müssen mit der notwendigen Expertise und dem notwendigen Material in diese Gegenden gelangen.“
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  • Ein Kollege nutzt ein Megaphon für Durchsagen in Russisch und Armenisch, um die Menschen auf die Präsenz unserer Schutzteams aufmerksam zu machen.
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  • Ein Team hat Informationen über einen älteren Mann erhalten, der allein in einem abgelegenen Dorf lebt. Dieses Mal wurde niemand gefunden.
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  • Ein Arzt des IKRK versorgt eine Frau, die in ihrem Haus bleiben möchte, mit Medikamenten.
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  • After a long day searching in mountain villages, an ICRC vehicle has a puncture which needs repairing urgently, before nightfall.
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  • Bereitstellung einer helfenden Hand. Ein IKRK-Delegierter begleitet einen Mann nach Hause, um zu prüfen, ob, wie und womit er unterstützt werden kann.
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  • Das IKRK-Team hat auf der Suche nach einer älteren Frau lediglich ihre Leiche bergen können. Man nimmt an, dass sie ist eines natürlichen Todes gestorben ist. Der würdevolle Umgang mit den Verstorbenen bleibt eine der Prioritäten und das Personal arbeitet eng mit den Angehörigen zusammen, um zu helfen. Das IKRK konnte den Transport der sterblichen Überreste von 220 Menschen, die infolge der jüngsten Eskalation der Gewalt oder bei der Explosion des Treibstoffdepots am 25. September gestorben sind, organisieren.
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  • Das IKRK konnte zur Evakuierung von über 200 Verwundeten und Kranken beitragen, darunter Menschen, die bei der Explosion des Treibstoffdepots am 25. September verletzt wurden. Spitäler, die bereits unter erheblichen Liefer- und Personalengpässen leiden, bekunden Mühe, den Zustrom an Patienten zu bewältigen.
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  • Aharon Chazaryan (links) lebt mit seinem 92-jährigen Vater in einem abgelegenen Bergdorf und war auf der Suche nach einem IKRK-Team. Es war ihm nicht bewusst, dass so viele Menschen aus der Region geflohen sind, da er seit mehreren Wochen ohne Strom, Fernsehen oder Radio lebt. „Ich habe von Weitem gesehen, wie Sie angekommen sind. Ich habe gerade Wasser geholt und Sie gesehen. Als die Menschen anfingen, zu fliehen, konnte ich mit meinem Vater nicht weggehen, weil er schon so alt ist. Gott sei Dank sind Sie gekommen, wir haben Sie gesehen und Informationen darüber bekommen, was gerade los ist.“
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  • Wieder zusammen. Freunde im armenischen Goris nach einer weiteren Evakuierungsaktion des IKRK. Familien wurden getrennt und benötigen Unterstützung, um Angehörige zu finden und in Kontakt zu bleiben. Wir haben in unseren Büros in der Region über 2 500 einzelne Besuche und Anrufe von Familien erhalten, die auf der Suche nach Angehörigen sind und Informationen benötigen.
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