Kabul (IKRK) – Humanitäre Organisationen haben heute mit einem mehrtägigen Einsatz begonnen, bei dem dringend benötigte Hilfsgüter für die Menschen in den bislang nicht zugänglichen Gebieten im Osten der Provinz Nuristan geliefert werden. Infolge des bewaffneten Konflikts haben Tausende Menschen in dieser Gegend seit über sechs Wochen keinen Zugang zu grundlegenden Gütern und Dienstleistungen.
Diese Initiative wird vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), der Afghanischen Rothalbmondgesellschaft (ARCS) und dem Welternährungsprogramm (WFP) in Afghanistan koordiniert, wobei alle einen Beitrag zu diesem humanitären Einsatz leisten. Approximately 136,000 people, representing around 17,000 households in the districts of Kamdesh and Barg-e-Matal, have faced severe shortages of food, health care and basic household items for the past two months due to insecurity and restricted access.
Rund 136 000 Menschen in etwa 17 000 Haushalten in den Distrikten Kamdesh und Bargi Matal kämpfen infolge der unsicheren Lage und des eingeschränkten Zugangs für Hilfsorganisation seit zwei Monaten mit einer erheblichen Knappheit an Lebensmitteln und grundlegenden Haushaltsgegenständen sowie einer kaum vorhandenen Gesundheitsversorgung.
Seit Anfang April führen das IKRK, die ARCS und Organisationen der Vereinten Nationen einen nachhaltigen Dialog mit allen Konfliktparteien, um Bedingungen für neutrale und unparteiische humanitäre Akteure zu schaffen, damit diese die Menschen in den Distrikten Kamdesh und Bargi Matal sicher und ungehindert erreichen können.
Nach diesen Gesprächen haben humanitäre Organisationen nun mit der Bereitstellung lebenswichtiger Hilfe für die betroffenen Menschen begonnen. Die Lieferung von Nahrungsmitteln, medizinischem Material und anderen wichtigen Hilfsgütern hat im Rahmen dieser ersten Einsätze Vorrang. Da die Strasse in die Provinz Nurdistan geöffnet wurde, werden gleichzeitig auch die Märkte wieder beliefert und es finden erneut medizinische Evakuierungen statt.
Parallel dazu arbeiten das IKRK, die ARCS und die Organisationen der Vereinten Nationen weiterhin eng mit lokalen Vertretern zusammen, um sicherzustellen, dass die Hilfe an den dringendsten Bedürfnissen vor Ort ausgerichtet wird. Nach ersten Einschätzungen bleibt der Bedarf weiterhin erheblich, insbesondere in den Bereichen Ernährungssicherheit, Gesundheitsversorgung und grundlegende Dienstleistungen.
Die beteiligten humanitären Organisationen bekräftigen ihre Verpflichtung, gemäss den Grundsätzen der Neutralität, Unabhängigkeit und Unparteilichkeit zu agieren. Sie rufen alle Parteien zur weiteren Unterstützung für einen sicheren, ungehinderten und dauerhaften Zugang zu schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppen auf.
Über das IKRK
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) ist eine neutrale, unparteiische und unabhängige Organisation mit einem ausschliesslich humanitären Auftrag, der in den Genfer Abkommen von 1949 verankert ist. Es hilft Menschen auf der ganzen Welt, die von bewaffneten Konflikten und anderen Formen von Gewalt betroffen sind, und es bemüht sich nach Kräften, ihr Leben und ihre Würde zu schützen und ihre Leiden zu lindern. Dies geschieht häufig an der Seite seiner Rotkreuz- und Rothalbmondpartner.
Weitere Informationen:
Parwiz Ahmad Faizi, IKRK Kabul, +93729110672, pfaizi@icrc.org
Fatima Sator, IKRK Genf, Tel.: +41 79 731 10 68, fsator@icrc.org