Medienmitteilung

Russland: IKRK-Präsidentin in Moskau, um dringende humanitäre Fragen zu erörtern

UNSC on AI

Genf (IKRK) – Die Präsidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Mirjana Spoljaric, ist zu einem zweitägigen hochrangigen Besuch in Moskau eingetroffen, um dringende humanitäre Fragen betreffend den internationalen bewaffneten Konflikt zwischen der Russischen Föderation und der Ukraine zu erörtern. Der Besuch bietet zudem Gelegenheit, humanitäre Anliegen zu besprechen, die sich im Zusammenhang mit bewaffneten Konflikten weltweit stellen.  

Bei den geplanten Treffen mit hohen russischen Amtsträgern werden Fragen des humanitären Völkerrechts erörtert, darunter die Bedeutung des Schutzes der Zivilbevölkerung und der für sie lebenswichtigen Infrastruktur, die Achtung der Rechte von Kriegsgefangenen und anderen geschützten Personen sowie die Klärung des Schicksals von Vermissten. 

Der Besuch von Präsidentin Spoljaric in Moskau ist Teil des anhaltenden humanitären Dialogs des IKRK mit russischen Behörden. Das IKRK führt solche Gespräche mit Konfliktparteien, um deren Pflichten gemäss den Genfer Abkommen zu erörtern, welche Leiden im Krieg lindern sollen. 

Durch seine neutrale, operative Präsenz auf beiden Seiten der Frontlinie leistet das IKRK lebensrettende Hilfe für schutzbedürftige Bevölkerungsgruppen, unabhängig davon, wer sie sind und wo sie sich befinden. Zusätzlich zu seiner Tätigkeit in Russland und der Ukraine sammelt, verwaltet und übermittelt der Zentrale Suchdienst des IKRK in Genf wichtige Informationen über das Schicksal von Militärangehörigen und Zivilpersonen, die vermisst werden oder von ihren Familien getrennt wurden.  

Weitere Informationen:

Pressebüro, IKRK Genf, Tel.: +41 22 730 34 43, press@icrc.org